Kochen

Löwenzahnhonig selbst gemacht

Der sogenannte Löwenzahnhonig scheint ja schwer im Kommen zu sein. Auf jedem Hobbymarkt wird er mittlerweile angeboten und das Internet läuft, wie ich merken musste, buchstäblich über mit Rezepten und Anleitungen.

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Beim Anblick der momentan gelb getupften Wiesen wuchs in mir dann aber auch spontan der Wunsch heran es selbst einmal zu versuchen. Aus geschätzt 7 verschiedenen Rezepten pickte ich mir überall etwas heraus bzw. war aufgrund momentan begrenzter Ressourcen (auf extra einkaufen hatte ich gerade keine Lust) gezwungen mit dem zu experimentieren was ich gerade zu hause hatte. Da mir dieses Experiment absolut gelungen ist, hier ein kleiner Rat für die, die es auch selbst einmal probieren möchten: Auf das Gramm kommt es bei diesem Unternehmen absolut nicht an. 🙂 Ausschlaggebend für Konsistenz und Geschmack ist am Ende vor allem die Kochzeit (je länger, desto dickflüssiger). Und so habe ich es gemacht:

Man nehme:

200 g Löwenzahnblütenblätter (also ohne Kopf, nur die heraus gezupften gelben Blütenblätter nehmen),
2 Liter Wasser,
und geriebene Zitronenschale.

Alles in einem Topf kurz aufkochen und 5 Minuten kochen lassen. Über Nacht abkühlen lassen. Am nächsten Morgen dann die Mischung mit einem Haarsieb und/oder Leinentuch gut ausdrücken und den aufgefangenen Sud in einem großen Topf zusammen mit

800 g Kristallzucker     Mehr hatte ich nicht im Haus, deshalb zusätzlich:
400 g Rohrohrzucker     … der noch irgendwo hinten im Schrank herum gelegen hatte…
und dem Saft einer Zitrone

aufkochen und einige Stunden köcheln lassen, so lange, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Diese findet man am besten heraus indem man eine Gelierprobe macht: einfach einige Tropfen von dem Honig auf einen Teller tröpfeln und prüfen ob dieser beim Abkühlen zähflüssig wird. (Zu lange kochen kann aber auch nach hinten losgehen, dann wird der Honig nachher beim Abkühlen steinhart.)

So ganz reibungslos lief die Kocherei bei mir übrigens dann doch nicht ab. Nach etwa 2 Stunden Kochzeit erwartete ich keine größeren Komplikationen mehr und entfernte mich für eine halbe Stunde vom Tatort… bei der Rückkehr dann der große Schreck: Der Honig hatte wohl plötzlich sehr geschäumt und war übergelaufen (aber Dank Induktionsherd ist wenigstens nichts eingebrannt…). So ist mir schätzungsweise ein ganzes Glas Honig durch die Lappen gegangen… Naja, nochmal passiert mir das nicht, das steht fest 🙂 Der Honig ist nämlich richtig lecker geworden!

Verlinkt bei Freutag

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